11 Dez

Erscheint es nur mir so, dass Rücksichtslosigkeit sich gnadenlos ausweitet?

Wenn ich mir so die Berichte in den sozialen Gruppen, im TV und sonstigen Medien anschaue, scheint es in der Tat so zu sein.

Gestern noch an der Packstation habe ich es erfahren müssen. Da stehe ich im Regen mit meinem Paket in der Hand und lasse einen sich wohl orientierenden älteren Herrn in seinem vorbeirollen. Und was passiert? Er parkt genau vor mir sein Gefährt, um dann die Station aufzusuchen. Okay. Er hätte ja auch in die Parklücke fahren können, die genau eine Wagenlänge voraus frei war. So durfte ich mich dann zwischen seinem Auto und dem Blumenbeet vorbeischlängeln, um dann zu meinem Auto gehen zu können.

Weitere Beispiele aus dem täglichen Leben gibt es zuhauf. Nicht das ich kleinlich bin. Aber sie mehren sich.

Dramatischer ist es zum Beispiel, wenn man sich die Rambos auf den Straßen anschaut.

Sie meinen doch tatsächlich, dass ihre Fahrzeuge einen solch großen Schutz bieten, dass man sich den anderen Teilnehmern ohne Abstand nähern und ohne Rücksicht anderen gegenüber verhalten kann.

Eine, wie ich meine, sehr unangenehme und fragwürdige Art des „Kennenlernenwollens“.

Denn wenn diese von Erfolg gekrönt ist, tauschen beide bestimmt nicht ihre Kontaktdaten aus, sondern die, der Anwälte. Einzig unsere Ordnungshüter sind dann zwischengeschaltet. Denn der Unfall muss ja dokumentiert und die Schuldfrage geklärt werden.

Damit sie es sich noch überlegen können, ob man den (Unfall-)Gegner wirklich kennenlernen möchte, bietet einem ein deutsches Gericht dann noch die Möglichkeit hierzu. Denn meist landen solche Vorhaben ja vor dem Richter.

Im ungünstigsten Fall werden sich die Jäger und Opfer sich gar nicht kennenlernen, weil beide hierfür keine Gelegenheit mehr haben …

Ein anderer, ebenso sehr trauriger Fall war dann aber doch der, während welchem Bankkunden so getrieben vom Geld waren, dass sie einfach einen älteren Herrn, der vor ihnen auf dem Boden lag, sterben ließen, ohne sich auch nur im Ansatz um ihn zu kümmern.

18 Mai

Der Weg …

Geo … was???
Geocaching!
Was ist denn das??
Eine Art Schatzsuche!

Aha …. Da läuft man mit einem Gerät durch den Wald und versucht irgendetwas zu finden?
So ungefähr.
Allmählich fragt man sich, wie ernst ist es dem Gesprächspartner. Die Fragen kommen ziemlich… wie soll man sagen …, hilflos rüber. Doch ein wenig Menschenkenntnis macht es einem dann doch leicht, die Gesprächspartnerin oder den Gesprächspartner einzustufen und sich entsprechend zu verhalten 😉 Und so erzählt, sorry, berichtet man von diesem schönen, manchmal auch nervenden, Hobby; wohl dosiert, damit man auch verstanden wird.
Zum Geocaching kam ich durch Zufall, als ich vor nun ungefähr 7 Jahren nach einer Besonderheit suchte, um einer bevorstehenden Fuchsjagd (für Roß und Reiter) eine Besonderheit zu geben.
Auf einer Seite eines Reiterhofs sprang mir erstmals der Begriff „Geocaching“ dabei ins Auge. Dies wurde in Verbindung mit einem Reiterurlaub angeboten. Natürlich folgte ich dem entsprechenden Link und war nach dem Studium der Beschreibung begeistert.
Sofort kopierte ich das ausschlaggebende Wort und suchte im Netz nach weiteren Informationen. Ich wurde schnell fündig und die anfänglich verhaltene Begeisterung stieg.
Der Entschluss, dass mal selber zu auszuprobieren, war recht bald getroffen.
So sammelte ich alles, was es hierüber zu lesen gab und gibt.
Man benötigt also dies und das und jenes.
Uff! Ein GPS-Gerät, Funkgeräte (wofür auch immer, dachte ich mir zunächst), einen oder mehrere Tauschgegenstände, Taschenlampe, für einen eigenen Cache eine witterungsbeständige Box, ein Logbuch, und da gibt es noch Coins, Travelbugs, Geokretys und, und, und. Das ist im Moment zu viel.

Haaalt!

Fangen wir noch mal von vorne an. Ein GPS-Gerät, um die Fundstelle einigermaßen zu finden, hatten ich bereits, wenn es auch Emma, das Navigationsgerät, ist. Koordinaten konnte ich zwar nicht eingeben, aber es gibt ja noch Google-Earth. Hier funktioniert es wunderbar am PC. Denn vor Ort muss bekanntlich mit Geduld und die genaue Lage mit Adlerblick ausgespäht werden.
Ein Tauschgegenstand war schnell gefunden.
So begann ich auf der Seite opencaching.de in der Nähe geeignete Caches zu suchen. Das Umfeld grenzte ich über Googlemaps ein und kurze Zeit später machte ich mich tatsächlich auf die Suche. Der Findling war bekannt u. das entsprechende Versteck in ihm durch die tapferen Drei gefunden. Es zeigte sich hierbei einmal mehr, dass der Junior ein wirklich pfiffiges Kerlchen ist. Denn das eigentliche Hilfsmittel, um den Cache zu heben, wurde von einem Muggel achtlos entfernt und ins Gebüsch geschmissen.
Toll!
Draußen sein, an der frischen Luft und zudem noch etwas suchen, dass ist ja fast so, wie bei dem berühmten Ü-Ei ….

Mehr!

Der nächste Cache, ein Waldcache, brauchte da schon etwas mehr Zeit und Geduld. Hier stieß ich mit Emma schnell an die Grenzen. Sie führte ein überall hin, nur nicht zum Cache. Also, zweiter Versuch, und durch einen beherzter Griff ins Unbekannte, der Cache lag in einem modrig alten Baumstamm, löste dieser wieder dieses Erfolgserlebnis aus. Die Dose war gefunden.
Daraus kann man mehr machen …
Zunächst war die Erfahrung mit Emma der Auslöser, sich ein neues Navi zu zulegen, welches auch die Koordinateneingabe bot.
Hiermit ging die Sache nun noch besser. Koordinaten eingegeben und der Stimme folgen. Doch Vorsicht! Auch hiermit war und ist Geduld bei der eigentlichen Suche des Verstecks gefragt und gefordert.
Der Weg ist das Ziel.
Nach nunmehr 7 Jahren als Cacher, der die Suche genießt, bereue ich die erste Suche, nämlich nach besagter Besonderheit für die Fuchsjagd, nicht.

Bis bald – Im Wald:o)

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